Salbutamol, Fenoterol - Salbutamol B, Salbuhexal // Berotec, Partusisten©
Klasse: Beta2-Sympathomimetika
Dynamik:
- aktiviert ß2-Rezeptoren (z.T. ß1 in hohen Dosen), wirken über Gs-Proteine, Erhöhung der cAMP-Konzentration, aktiviert die Proteinkinase A
- Bronchodilatation, Hemmung der glatten Muskulatur des Uterus, Gefäßdilatation, Hemmt die Mediatorfreisetzung aus Mastzellen
Anwendung:
- Asthma bronchiale
- COPD
- Wehenhemmung
Nebenwirkungen:
- feiner Tremor (ß2-Stimmulation der Skelettmuskulatur)
- Tachykardie, Rhythmusstörungen
- Downregulation der Rezeptordichte (→Wirkungsverlust) bei häufiger Anwendung
Kontraindikationen:
- Hyperthyreose
- Phäochromozytom
- hypertrophe, obstruktive Kardiomyopathie; tachycarde Rhythmusstörungen; schwere KHK
- Glaukom
- Vorsicht in Gravidität und Stillzeit
Kinetik:
- kurzwirksames ß2-Sympathomimetika d.h.nur für Akuttherapie (Wirkbeginn als Aerosol 5-10 min nach Applikation aber geringere Halbwertzeit)
- HWZFenoterol= 3,2 h
- HWZSalbutamol=2,7-5 h
Formel von N/NA/Salb./ Feno
Dynamik: Strucktur-Wirkungsregeln:
- mit zunehmender Zahl OH-Gruppen steigt Adrenozeptoraffinität
- mit zunehmender Größe des Substituenten am Aminostickstoff steigt die ß-Adrenozeptoraffinität und sinkt die A-Adrenozeptoraffinität
Kinetik: Strucktur- und Resorbtion-Wechselwirkung:
- mit steigender Lipophilie, steigt die Resorbtion im Magen- und Darmtrakt, sowie die Penetration in das Gehirn
Wirkstoffe dieser Klasse sind ab 3 OH-Gruppen als lipophob einzuschätzen, daher werden Adrenalin, Noradrenalin, Fenoterol, ... parenteral verabreicht
- mit zunehmender Größe des Substituenten am Aminostickstoff wird der Abbau durch MAO und COMT verzögert