Metamizol - Novalgin©

Klasse: Nicht-Opioidanalgetika

Dynamik

  • analgetisch 
  • antipyretisch (stärker als Paracetamol und ASS)
  • antirheumatisch

Kinetik

  • Hydrolyse im Magen zu 4-Methylaminophenazon, welches vollständig resorbiert wird
  • wichtigster Metabolit (aktiv): 4-Aminophenazon
  • renale Ausscheidung der Metaboliten
  • HWZ 3h (4-Methylaminophenazon)
  • maximaler Plasmaspiegel nach 2h
  • Plasmaproteinbindung 58%

Anwendungen

  • schwere Schmerzen (z.B. postoperative, Koliken, Tumorschmerzen)
  • akute oder schronische Schmerzen
  • Fieber, auf das andere Behandlungen nicht ansprechen
  • wenn möglich nicht i.v. applizieren (Schockgefahr bei zu schneller Injektion)

Kontraindikationen

  • Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (erblich)
  • Kinder bis zum 3.Lebensmonat
  • Schwangerschaft
  • bei Porphyrie (angeborene oder erworbene Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffes)

Nebenwirkungen

  • anaphylaktischer Schock
  • Agranulocytose
  • nekrotische Entzündungen im Bereich der Körpereintrittspforten
  • Übelkeit, Erbrechen 

 

Metamizol ist ein sehr gut wirksames Analgetikum und Antipyretikum, was jedoch wegen seiner doch erheblichen Nebenwirkungen an Bedeutung verloren hat. Es wird hauptsächlich dann eingesetzt, wenn andere antipyretisch oder analgetisch wirkende Stoffe nicht effektiv das Problem beseitigen. In Schweden sowie in angloamerikanischen Ländern wurde es deshalb vom Markt genommen.

Als Nebeneffekt kann man gelegentlich eine Rotfärbung des Harns beobachten, die aber unbedeutend ist.

Strukturformel von Metamizol:

 Nicht-saure, antipyretische, Analgetika, Pyrazolinone, Novaminsulfon, Novaminsulfon-ratiopharm®, Nopain®, Berlosin®, Analgin®, Algocalmin®