Bisoprolol - Concor©

Klasse: Beta-Blocker

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Dynamik

  • Senkung des Sympathikotonus durch Blockade von ß-Rezeptoren.
  • Je höher der Sympathikotonus, um so größer ist die negativ chronotrope, dromotrope, inotrope und bathmotrope Wirkung der Beta-Blocker.
  • Der Sauerstoffverbrauch des Herzens wird gesenkt.
  • Kardioprävalenz: Die Affinität von Bisoprolol zu ß1-Rezeptoren ist 20-50 mal größer, als die Affinität zu ß2-Rezeptoren. ß2-Rezeptoren werden dadurch erst bei hohen Konzentrationen blockiert.
  • Bisoprolol besitzt keine "intrinsic sympathomimetic activity (ISA)".

Kinetik

  • Halbwertszeit ca. 10-12h
  • langwirksam
  • ausschleichend absetzten, um überschießenden Sympatikotonus zu vermeiden
  • Bioverfügbarkeit ca. 90%
  • kann ins ZNS gelangen
  • renale Elimination

Anwendung

  • leichte und mittelschwere essenzielle oder renale Hypertonie (Kombinationstherapie mit Saluretika)
  • chronische Herzmuskelinsuffizienz (Kombinationstherapie bei NHYA II, III, (IV))
  • chronisch stabile und instabile Angina pectoris
  • Akuttherapie bei Myokardinfarkt, wenn der Patient hämodynamisch stabil ist
  • Re-Infarkt Prophylaxe nach Myokardinfarkt
  • supraventrikuläre tachykarde Arrhythmien
  • allgemein bei erhöhtem kardialem Sympathikotonus

Kontraindikationen

  • AV-Block II- und III-Grades
  • dekompensierte Herzmuskelinsuffizienz
  • Bradykardie (<50/min)
  • kardiogener Schock
  • obstruktive Atemwegserkrankungen, Asthma bronchiale
  • schlecht eingestellter Diabetes mellitus, metabolische Azidose
  • schwere hypotone Zustände

Nebenwirkungen

  • Herz und Kreislauf
    • Bradykardie
    • Asystolie
    • Arrhythmien
    • AV-Überleitungsstörungen
    • Hypotonie
    • Kältegefühl an Händen und Füßen
  • Atemwegsobstruktion, Asthma-Anfall
  • gastrointestinale Störungen
  • Hyperkaliämie
  • Wasser- und Kochsalzretention
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit
  • Halluzinationen, Schlaflosigkeit
  • immunologische Reaktionen
  • Verschleierung von Warnsymptomen bei Hypoglykämie, Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage (selten)

Wechselwirkungen

  • Verapamil, Diltiazem, Antiarrhytmika, Narkosemittel, Herzglykoside u.a. verstärken die kardiodepressive Wirkung.
  • Die gleichzeitige Gabe von Vasodilatatoren, Psychopharmaka u.a. führt zu verstärkter Blutdrucksenkung.
  • Kortikosteroide und nichtsteroidale Antiphlogistika vermindern die blutdrucksenkende Wirkung von ß-Blockern.

     

Schwangerschaft

  • Eine Schädigung des ungeborenen Kindes ist nicht ausgeschlossen. Daher sollten ß-Blocker in der Schwangerschft nur bei strenger Indikationsstellung und unter Kontrolle der kindlichen Vitalfunktionen erfolgen.


Strukturformel:

 

 Beta-Blocker, Symphatholytika