Loperamid - Imodium, Lopalind, Duralopid©
Klasse: Antidiarrhoika, Opioidrezeptoragonisten
Wirkmechanismus:
Stimulation peripherer Opioidrezeptoren (μ)
Dynamik:
Magen-Darm-Trakt:
- Hemmung der Peristaltik, dadurch verlängerte Passagezeit und somit vermehrte Elektrolyt- und Wasserresorption
- antisekretorische Wirkung
Kinetik:
- orale Gabe nach jedem ungeformten Stuhlgang
- t1/2 = 7 - 14 h
Anwendung:
Symptomatische, nur kurzfristige Behandlung milder Diarrhöen ohne Fieber und ohne Blutbeimengungen (Reisediarrhö)
Kontraindikationen:
- schwere bakterielle Darminfektionen mit hohem Fieber und blutiger Diarrhö
- Ileus
- Kinder unter 2 Jahren
- Schwangerschaft und Stillzeit
Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel
- Mundtrockenheit, Nausea
- keine zentralnervösen Nebenwirkungen, außer bei Kindern unter 2 Jahren, da bei ihnen die Bluthirnschranke noch nicht voll entwickelt ist und deshalb neurotoxische Nebenwirkungen (Atemdepression, Delirium) zu erwarten sind
Struktur:
Quelle: wikipediaDer Übertritt ins ZNS wird durch den Arzneimitteltransporter P-Glykoprotein in den Endothelzellen der Hirnkapillaren verhindert.